Bei den Zielvereinbarungen handelt es sich um eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus und den einzelnen Hochschulen über Ziele, die in diesem Zeitraum erreicht werden sollen sowie Bewertungsmaßstäbe zum Controlling dieser Ziele.
In § 11 (2) zur Hochschulplanung und -steuerung heißt es im SächsHSG, dass zur Umsetzung der staatlichen Hochschulentwicklungsplanung das Staatsministerium und die einzelnen Hochschulen als Bestandteil eines umfassenden Controllings für festzulegende Zeiträume Zielvereinbarungen abschließen. Hierbei sind u.a. zu vereinbaren: die Durchsetzung des Gleichstellungsauftrages und die Umsetzung des Gleichstellungskonzeptes.
Die zu ergreifenden Maßnahmen zur Zielerreichung bleiben den Hochschulen meist selbst überlassen. Häufig ist die Erfüllung der Zielvorgaben auch mit der Bereitstellung finanzieller Ressourcen verbunden.
Einige Hochschulen schließen auch intern Zielvereinbarungen mit ihren einzelnen Fakultäten oder Einrichtungen ab, z.B. zur Erhöhung von Frauenanteilen in Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind.
Quelle
Handbuch zur Gleichstellungspolitik an Hochschulen. Von der Frauenförderung zum Diversity Management? Hrsg. Von Eva Blome, Alexandra Erfmeier, Nina Gülcher, Sandra Smykalla. 2. Vollständig überarb. und erweiterte Aufl. Wiesbaden: Springer 2013.
Redaktion
Sinah Hegerfeld I letzte Aktualisierung 10.12.2024