Gleichstellungskonzepte ergänzen gesetzlich vorgeschriebene Berichte wie den Frauenförderplan. Gerade an Hochschulen wird oftmals zusätzlich zum Frauenförderplan noch ein Gleichstellungskonzept entwickelt oder der Frauenförderplan gleich mit diesem verknüpft.

Das hat den Hintergrund, dass sich zum einen Frauenförderpläne nicht explizit auf den wissenschaftlichen Bereich, also Studierendenzahlen oder Gleichstellungsaspekte in Forschung und Lehre beziehen. Zum anderen ermöglichen Gleichstellungskonzepte die Teilnahme an Förderprogrammen, um zusätzliche Mittel, sogenannte Fördermittel oder Drittmittel, wie zum Beispiel die des Professorinnenprogramms des Bundes, zu erhalten.

Gleichstellungskonzepte enthalten, ähnlich wie der Frauenförderplan, meist eine Analyse der aktuellen Gleichstellungssituation an der Hochschule sowie Zielvorgaben und Maßnahmen zur Umsetzung von Chancengerechtigkeit in den unterschiedlichen Bereichen.

Gleichstellungskonzepte können somit auch ein Instrument zur Qualitätssicherung von Gleichstellungsprozessen an Hochschulen sein.